KolumnenWas emotionale Intelligenz in der Politik leisten kann

Was emotionale Intelligenz in der Politik leisten kann

„There is a crack in everything. That’s how the light gets in.“

Die Risse in unserem politischen System lassen sich kaum übersehen. Zum einen gibt es immer wieder politische Momente, die Hoffnung machen und wie Licht durch diese Risse scheinen. Zum anderen wird gezielte Spaltung zur Staatsräson erhoben, was immer neue Risse erzeugt. Das Vertrauen in demokratische Institutionen bröckelt zunehmend. Kein Wunder, dass unsere Bundesregierung so unbeliebt ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ob es an der personellen Besetzung liegt oder daran, dass sich viele Menschen vom politischen Apparat im Allgemeinen entfremdet fühlen, lässt sich kaum differenzieren.

Unser gesellschaftlicher Klebstoff – die Fähigkeit, Konflikte konstruktiv, respektvoll und emotional intelligent auszutragen – steht in der Politik nicht sonderlich hoch im Kurs. Stattdessen überbieten sich die Parteien in einer Debattenkultur, in der Lautstärke als Stärke gilt und Empathie als schwach wahrgenommen wird. Als Kommunikationstrainerin frage ich mich, was es kosten würde und was es bringen könnte, wenn Politik emotional intelligenter kommunizierte.

Emotionale Intelligenz ist kein Synonym für Nettigkeit oder das Vermeiden von Konflikten. Sie bedeutet, eigene und fremde Gefühle wahr- und ernst zu nehmen, sie richtig einzuordnen und klug mit ihnen umzugehen. Dazu gehört, wirklich zuzuhören, Zweifel auszuhalten, so zu kommunizieren, dass Eskalation nicht verstärkt wird, und eigene Emotionen zu kontrollieren, statt sie in Angriffe oder Polarisierung kippen zu lassen. Und Emotionale Intelligenz hört nicht beim Zuhören und Reden auf. Dazu gehört auch die Fähigkeit zu handeln, sodass sich das Gehörte und Gesagte im eigenen Verhalten wiederfindet.

Ich wünsche mir eine Demokratie, die möglichst viele Interessen berücksichtigt, statt politische Entscheidungen nach kurzfristigen Umfragewerten und Wahlzyklen auszurichten. Dazu bräuchte es den Mut, komplex zu denken und mit Empathie zu handeln – selbst dann, wenn Entscheidungen nicht sofort auf Zustimmung stoßen oder der eigenen politischen Karriere schaden könnten. Abgesehen davon bezweifle ich, dass mutige Entscheidungen die Chancen auf eine Wiederwahl zwangsläufig mindern. Schließlich werden Menschen durch das Gefühl bewegt, gesehen und verstanden zu werden. Wer seine mutigen Entscheidungen – etwa in Sachen Klima-Politik – entsprechend kommuniziert, dürfte auf Zustimmung stoßen.

Rechtspopulistische Parteien haben dieses menschliche Bedürfnis für ihre Manipulationszwecke entdeckt und missbrauchen es leider sehr erfolgreich. Sie instrumentalisieren Angst, Ohnmacht und Verlustgefühle der Menschen, um ihre politischen Ziele zu erreichen. Sie kreieren ein Narrativ von Schuldigen als Auslöser der negativen Gefühle und verkaufen eigene Machtinteressen als Lösung des Problems, wobei sie bei der Erarbeitung konkreter Alternativen meist versagen. Aber das merken die wenigsten, weil Stress im Gehirn kognitives Denken oft überlagert. Das ist Manipulation, die mit Empathie nichts gemein hat und die Gesellschaft zum Spielball von Machtinteressen macht. Die Bevölkerung spürt das, auch wenn sie es nicht so benennt. Was solch eine politische Emotionalisierung hinterlässt, ist oft ein schwer greifbares mulmiges Gefühl.

Copy-paste aus reiner Verzweiflung

Demokratische Parteien kopieren zunehmend diesen stimmungsmachenden Stil, was sie jedoch gar nicht nötig hätten, um Zustimmung zu gewinnen oder den rechtspopulistischen Parteien ihre Wähler:innen abzuwerben. Ich finde, es ist an der Zeit, dass demokratische Parteien ihre eigene Sprache finden, statt das rechtsextreme Spektrum zu imitieren. Mit den Ängsten zu spielen ist so „boomer“ – aber leider funktioniert es zuverlässig, da das menschliche Gehirn stärker auf Bedrohungsszenarien reagiert als auf positive Nachrichten. Negativschlagzeilen haben schlicht und ergreifend eine größere Anziehungskraft auf uns.

Mit Behauptungen über abgelehnte Asylbewerber, die sich angeblich „die Zähne neu machen lassen“, während Deutsche keinen Termin bekämen, löst Friedrich Merz bei Teilen der Bevölkerung Sorge vor einem Privilegienverlust aus, schürt Neid gegen „die anderen“ und spaltet die Gesellschaft. Ich finde es ein verstörendes Phänomen unserer Gegenwart, wie wenig Politik ein Vorbild für die Gesellschaft sein will. Als Lehrerin fällt mir auf, wie schwindend gering der Unterschied zwischen dem Gegeneinander auf dem Schulhof und im Bundestag ist. Wer den Kopf über die unterirdische Kommunikationskultur unserer Kinder und Jugendlichen schüttelt, darf sich meiner Meinung nach bei den allermeisten unserer Politiker:innen jeglicher Couleur bedanken.

Straßenbild in München-Schwabing
Straßenbild in München-Schwabing

Demgegenüber hätte eine disruptive und visionäre Politik, die auf Ehrlichkeit beruht und Zuversicht, Mut und Freude fördert, vermutlich eine viel nachhaltigere Wirkung. Gleichzeitig würde Politik damit ihrer Vorbildfunktion im demokratischen und gesellschaftlichen Rahmen nachkommen.

Um zu verstehen, wieso emotionale Intelligenz noch nicht in der Politik angekommen ist, muss man sich die Frage stellen, wer eigentlich Politik macht und aus welcher gesellschaftlichen Position heraus. Die meisten Politiker:innen kommen aus einem Milieu, das Empathie als Schwäche sozialisiert hat. Angela Merkel schrieb in ihrer Autobiografie „Freiheit“, dass sie früh lernte, ihre Gefühle unter Verschluss zu halten, um in einer männerdominierten Welt zu bestehen. Dass in der Politik nun ein sichtbarer Wandel stattfindet, ist offensichtlich. Die „alten weißen Männer“ werden allmählich durch Heidi Reichinneks und Dominik Krauses ersetzt – Menschen, die etablierte Strukturen auf unterschiedlichste Art durchbrechen: Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, erreicht auf TikTok Millionen. Durch sie werden Themen wie psychische Belastung, soziale Unsicherheit oder Care-Arbeit nicht mehr als „weiche Themen“ behandelt. Dominik Krause, der 35 Jahre junge Oberbürgermeister der Grünen in München, wirkt nahbar, löst sich von traditionellen Machtritualen und setzt auf einen zukunftsfähigen und lösungsorientierten Politikstil. Zu seinen ersten Amtshandlungen innerhalb weniger Wochen gehörte die radikale Rücknahme von Flächenversiegelungen. Robert Habeck war vielleicht der erste Vorbote dieses Wandels – einer, der trotz weißer Haare versuchte, eine neue Sprache zu sprechen. Er nahm eine deutliche Gegenposition zu einem Populismus ein. Dass er dafür den Preis bezahlte, sagt mehr über das System als über ihn. Die Süddeutsche Zeitung kritisierte den früheren Wirtschaftsminister in der politischen Debatte dafür, „zu vornehm“ [1] aufgetreten zu sein, um in zugespitzten Auseinandersetzungen ausreichend standhaft zu wirken. Gemeint war dabei insbesondere sein kommunikativer Stil in konfliktreichen politischen Situationen. Was hier als Vornehm-Sein kritisiert wurde, ist meines Erachtens im Kern etwas anderes: die Fähigkeit, nicht mit Schärfe zu antworten, wenn Schärfe erwartet wird. Nicht in die „Wir gegen die“-Logik zu verfallen und damit aus dem Rahmen zu fallen.

Kommunikationsdesaster

Diese neuen Gesichter in der Politik können eine Chance sein, aus alten Strukturen herauszufinden und die gesellschaftlichen Bedürfnisse stärker in den Mittelpunkt politischen Handelns zu rücken – vorausgesetzt, sie verbinden ihr demokratisches Selbstverständnis mit der Anerkennung von Pluralismus und Komplexität und grenzen sich klar von populistischen Vereinfachungen und gegenseitiger Abwertung ab. Entscheidend ist dabei, nicht die Kommunikationsfehler wie z. B. der Debatte um das sogenannte „Heizungsgesetz“ zu wiederholen, in der komplexe politische Inhalte stark zugespitzt und öffentlich eskaliert wurden.

Schaufenster von Optik Hartogs an der Münchner Freiheit
Schaufenster von Optik Hartogs an der Münchner Freiheit

Das Narrativ vom „Heizhammer“, der bis in die Keller der Deutschen hineinregiert, wurde so erfolgreich platziert, dass die Fakten kaum noch eine Rolle spielten. Dabei war das Gesetz sachlich eine Fortführung bestehender Pläne der Union. Dieselbe CDU/CSU, deren Ministerien die Vorarbeit der Klimaziele im Gebäudesektor geleistet hatten, bekämpfte es später im Wahlkampf massiv als „grüne Ideologie“. In Wirklichkeit sollte das Gesetz keine Belastung für Normalverdienende werden und es bedeutete auch keinen sofortigen Austausch aller funktionierenden Heizungen. [2] Die Realität waren umfangreiche Förderprogramme und Härtefallregelungen. Aber das spielte keine Rolle mehr, weil das Gefühl der Bedrohung bereits erfolgreich in die Köpfe gepflanzt wurde.

Habeck räumte später selbst ein, „wir hätten uns mehr Zeit nehmen müssen“, um die Bedenken der Menschen stärker einzubeziehen. Das war emotional intelligent – aber zu spät. Der Schaden war bereits angerichtet. Zwar war ihm bewusst, dass eine leidenschaftliche Emotion immer stärker ist als ein rationales Argument. [3] Aber er sah sich nach eigener Aussage gezwungen, schnell zu handeln, weil Russland drohte, den Gashahn abzudrehen und der Winter bevorstand. [4] In dem Moment ist genau das passiert, was für Menschen typisch ist: Vernünftige Argumente überzeugen nicht, sondern können Andersdenkende sogar radikalisieren. [Zu diesem Thema wurde ein Kolumnenbeitrag von mir am 13. Juli 2025 veröffentlicht]. [5] Das Beispiel zeigt, dass Zeit und Empathie in der Kommunikation kein Luxus sind, sondern eine politische Notwendigkeit.

Ein politisches Mission Statement

Die Zukunftsforscherin und Militärexpertin Florence Gaub bringt es auf den Punkt, was die Kognitionswissenschaft längst weiß: „Es macht Menschen glücklicher, über eine positive Zukunft nachzudenken als über die positive Vergangenheit.“ [6] So gelingt es etwa der dänischen Regierung, durch eine positive, visionsorientierte Rhetorik, Klimapolitik attraktiv zu machen. Die Regierung geht von vornherein strategisch vom Besten aus. Durch ihr „Frontrunner“-Narrativ visualisiert sie konkrete, positive Szenarien wie saubere Städte, nachhaltige Mobilität und Innovationen in der grünen Wirtschaft. Klimaschutz wird somit nicht als lästige Pflicht wahrgenommen, sondern als Chance für Lebensqualität, Gesundheit und neue Jobs. Die Motivation, sich für diese positive Zukunft ggf. einzuschränken, steigt. [7]

Nun kann man Deutschland nicht mit Dänemark gleichsetzen – und auch nicht mit Finnland oder Schweden, die ähnliche Ansätze verfolgen. [8] Deutschland hat strukturell sehr viel schwierigere Voraussetzungen, um den Klimazielen näher zu kommen. Zum einen arbeiten die skandinavischen Parteien oft zusammen in einer „Konsensdemokratie“, während die „Konkurrenzdemokratie“ in Deutschland systembedingt eher anfällig für interne Konflikte ist und die Koalitionen versuchen, sich gegenseitig klein zu halten. [9] Zum anderen ist das gesellschaftliche Mindset in Skandinavien geprägt von einer grundpositiven Einstellung, einem Vertrauen in die Regierung und einem Fokus auf Lösungen und Visionen.

Fischrestaurant in Kopenhagen
Fischrestaurant in Kopenhagen


Finnland, Dänemark und Schweden rangieren seit Jahrzehnten auf den Spitzenplätzen des World Happiness Reports [10], was teilweise mit ihrer gesellschaftlich geprägten Haltung zum Leben zusammenhängt.
„Hygge“ etwa bezeichnet das dänische Lebensgefühl für Gemütlichkeit, Wohlbefinden und Geborgenheit. „Sisu“ ist das kulturelle Konstrukt einer finnischen mentalen Eigenschaft, gleichbedeutend mit Kraft und klagloser Beharrlichkeit besonders in anscheinend aussichtslosen Situationen. Im Gegensatz dazu steht die „German Angst“. Deutschland ist geprägt von einer Beschwerdekultur und einem stetig sinkenden Vertrauen in die Regierung, was aus der Allensbach-Umfrage hervorgeht. Das Vertrauen der Schweden hingegen in ihre Regierung ist für die meisten Deutschen vermutlich unvorstellbar riesig, weshalb das Öffentlichkeitsprinzip (“Offentlighetsprincip“) für die Bevölkerung sogar oberste Priorität hat. [11] Dies besagt, dass Staat und Kommunen sämtliche gespeicherte Daten einsehen dürfen, die sich in Behördenhand befinden.

Bus auf Sylt
Bus auf Sylt

Aber all die kulturellen Unterschiede ändern nichts an der Option für unsere Regierung, die Zuversicht der Menschen ansprechen zu können. Positive Visionen erzeugen zu können, ohne zu verharmlosen. Mutige, realistische Pläne entwickeln zu können, die Menschen mitnehmen statt überrumpeln.

Wir brauchen eine Sprache der Verbindung

Die komplexen Probleme unserer Zeit wie Klimawandel, soziale Ungleichheit, Zuwanderung, zunehmende Kriege, KI und Digitalisierung lassen sich nicht mit Polarisierung lösen. Sie brauchen Akzeptanz in der Bevölkerung. Und echte Akzeptanz entsteht nur durch Verbindung.

Winterurlaub mit Mädels auf Sylt
Winterurlaub mit Mädels auf Sylt

Für mich war Habeck ein seltenes Beispiel dafür, dass dies möglich ist, weil er in einer Debattenkultur der Eskalation versuchte, eine Sprache der Verbindung zu sprechen. Ich hatte das Gefühl, dass er seine Antworten nicht wie viele andere im Vorhinein zurechtlegte, sondern genau hinhörte und exakt auf sein Gegenüber einging. Ihm schien es ein echtes Anliegen zu sein, dass Menschen bzw. Parteien gesprächs- und einigungsfähig sind. Dass ca. 400.000 Menschen eine Petition gegen seinen Rückzug aus der Politik unterzeichneten, sagt etwas aus über das starke Bedürfnis nach dieser Art von Kommunikation.

„There is a crack in everything. That’s how the light gets in.“ In Habecks Instagram-Bio entfalten diese Worte ihre Wirkung wie ein Hoffnungsschimmer für die politisch Desillusionierten und Zweifelnden in unserer Gesellschaft. Auch wenn der Raum für Gestaltung im Parlament durch andauernden Shitstorm immer kleiner wird, möchte ich die Hoffnung nicht aufgeben.

Dass Menschen durch das Gefühl bewegt werden, gesehen und verstanden zu werden, gilt übrigens nicht nur für uns – für die Politik gemacht wird – sondern gleichermaßen für die Politiker:innen, die Politik-Gestaltenden selbst. Ich würde es begrüßen, wenn diese Erkenntnis z. B. auf dem nächsten Klima-Gipfel zum Tragen käme. Wenn sich die Redner und Rednerinnen in erster Linie versuchen, gegenseitig zu verstehen.

Quellen

[1] https://www.sueddeutsche.de/meinung/robert-habeck-rueckzug-wirtschaftsminister-vizekanzler-kommentar-li.3303073

„Sein größter Fehler war nicht das Heizungsgesetz, sondern dass er in der Debatte dazu viel zu vornehm blieb.“

[2] https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/FAQ/GEG/faq-geg.html

Stand 7. August 2024

„Ganz wichtig ist: Es geht nur um den Einbau neuer Heizungen! Bestehende Heizungen können weiter betrieben werden und kaputte Heizungen können weiterhin repariert werden.“

[3] https://www.youtube.com/watch?v=LBb7TZeRc7E

1:00:17

Eine Emotion ist stärker als ein Argument.

[4] https://www.youtube.com/watch?v=lYFWv8NbYjY

29:32

Kein Gas von Russland / Krisenwinter

[5] https://druck-projekt.org/warum-andere-meinungen-so-schwer-auszuhalten-sind/

„Vernünftige Argumente überzeugen nicht, sondern können Andersdenkende sogar radikalisieren.“

[6] https://www.deutschlandfunk.de/zukunftsforscherin-florence-gaub-traeume-haben-einen-schuetzenden-effekt-100.html

„Es macht Menschen glücklicher, über eine positive Zukunft nachzudenken als über die positive Vergangenheit.“

https://www.eurac.edu/de/news/center-for-advanced-studies/florence-gaub_vigilius-sensus-2025

„…dass zentrale Themen wie der Klimawandel in Europa fast ausschließlich negativ erzählt würden, als Bedrohung durch Verzicht und Apokalypse, sei ein großes Problem in der Bewältigung. Damit sei kaum jemand zu motivieren, sich für Klimaschutz einzusetzen. Man könne dieselbe Transformation auch anders framen, meinte Gaub, nämlich als Chance auf sauberere Luft, gesündere Städte und besseres Leben im Alter.“

[7] https://environment.yale.edu/news/article/why-denmark-wants-to-be-a-frontrunner-in-fight-against-climate-change

„Frontrunner“-Narrativ. Klimaschutz wird als nationale Erfolgsgeschichte, Innovationsmotor und Gewinn an Lebensqualität geframt.

[8] https://www.youtube.com/watch?v=je1DwIDPdcE&t=328s

Minute 10:56

„Finnland zum 8. Mal in Folge auf Platz 1 des Uno-Happiness-Index.“ – Gaub

Deutschland ist „größer“ als Finnland, „Deutsche neigen zum Pessimismus.“ – Gaub

https://www.deutschlandfunk.de/zukunftsforscherin-florence-gaub-traeume-haben-einen-schuetzenden-effekt-100.html

1:18:50

„Finnland denkt darüber nach, was es als Gesellschaft Positives erreichen möchte.“ – Gaub

[9] https://www.demokratiezentrum.org/bildung/ressourcen/themenmodule/demokratiemodelle/konkurrenz-und-konkordanzdemokratie/

Konkurrenzdemokratie vs. Konkordanzdemokratie / Konsensdemokratie

https://www.deutschlandfunk.de/option-minderheitsregierung-man-muss-auch-das-unmoegliche-100.html

Die dänischen Parteien arbeiten nicht zusammen, weil sie netter sind, sondern weil das System Kooperation erzwingt. In Deutschland hingegen erzeugt das System einen Anreiz zur gegenseitigen Blockade, um sich vom Koalitionspartner abzugrenzen.

[10] https://data.worldhappiness.report/chart

Schweden, Finnland, Dänemark auf Spitzenplätzen seit 2005

[11] https://www.tagesschau.de/inland/meldung-ts-790.html

Während in Deutschland oft Probleme gewälzt werden (Pessimismus), herrscht in Dänemark und Schweden eine Kultur des Vertrauens und des Vorwärtsschauens. Das Vertrauen in die Regierung zeigt sich auch in dem etablierten Öffentlichkeitsprinzip in Schweden (“Offentlighetsprincip“).

Autor:in

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    Das Bild zeigt ein fotografiertes Portrait von einer weißen Person mit schulterlangen braunen Haaren in einem Seitenscheitel gestylt, einer schwarzen großen Brille und einem großen Lächeln. An ihren Ohren trägt sie Perlenohrringe. Sie trägt ein graues T-Shirt und darüber ein schwarzes Jackett. Das Fpoto ist vor einem grauen Hintergrund aufgenommen, welcher schwach an ein Gebäude aus Beton erinnert.

    Johanna Lucić schreibt in ihrer Kolumne über emotionale Intelligenz, Meinungsvielfalt und die Frage, wie ein respektvolles Miteinander in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft gelingen kann.
    Sie verbindet Erkenntnisse der modernen Emotionsforschung mit ihrer Erfahrung als Dozentin in der Erwachsenenbildung, Lehrkraft am Gymnasium, Kommunikationstrainerin und systemische Coachin.
    In ihren Texten beleuchtet sie, welche Voraussetzungen es für eine offene Debattenkultur braucht, und gibt praxisnahe Impulse für Gesellschaft und Arbeitswelt.
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